Trainingslager Gatteo a mare 16. -  23. Mai 2009

    Donnerstag, 21.Mai 2009
    Tagesbericht 6. Tag

    Die heutige Ausfahrt stand im Zeichen von „der VCA fährt auch mit Gästen aus“. Ein Bekannter von Hans „Dökti“ mit 2 Kollegen begleiteten uns, wodurch wir also zu Zehnt zur heutigen Ausfahrt starteten. Leider wurde Richi bald, trotz zügigem Tempo, (erneut) von der „Platten-Hexe“ eingeholt und gebremst: Schlauch raus, Schlauch rein, pumpen. Die Fahrt ging in rasantem Tempo weiter, und trotzdem blieb die „Platten-Hexe“ Richi am Hinterrad und stoppte ihn erneut! Der 2. Schlauch (eine sauber geflickte Reserve aus Dani’s Velo-Ueberlebens-Case) wollte nicht so, wie die zahlreichen Mech’s: er liess sich einfach nicht richtig aufpumpen (Original-Ton Paul in seinem unverkennbaren Thurgauer-Dialekt: „dä Richi söll dää aalt huere Göppel äntli mol ufs Altiise wörfe!!!“). Nach Intervention von Schumi wurde die Felge genauer untersucht und das Übel aufgedeckt: das Felgenband war sehr schlecht verlegt. Dani’s Notfall-Case tat wieder sein Wunder: aus etwelchen Materialien wie Schlauch-Flick-Blätzen, Strassenkarten und Papier konnten die schadhaften Stellen abgedeckt und der 3. Schlauch erfolgreich eingesetzt werden. Der wortwörtlich arg „geschlauchte“ Richi liess die „Platten-Hexe“ nun hinter sich und hielt sich nur noch in der Spitzengruppe auf. Weiter gings auf der Strecke des legendären Rad-Rennens „Nove Colli“ (205km, 2900 Hm). In Strigara, gelegen auf einer wunderschönen Hügelkette mit traumhafter Aussicht auf die Appeninen-Hügel westlich oder auf die Adria östlich, genehmigten wir uns einen Boxen-Stop. Anstatt wie gewohnt vor einer solchen Beiz 20 Motorräder zu sehen, waren mindestens 60 Rennvelos parkiert. Das ganze Restaurant war überfüllt mit kahlgeschorenen Möchte-gern-Pantanis, in die Jahre gekommene Hinault oder Merckx Anhängern, „unser Jannnnn!!“-Ulrich-Liebhabern oder effektiv gealterte Oesi Camendzind-Fans mit Phonak-Hörgeräten resp. Trikots. Unglaublich!

    Nach dem Auftanken lag noch die legendäre Trainings-Strecke von Marco Pantani auf dem Programm. Wir erklommen die Strasse auf den Montevecchio (562müM), alle 600m mit „dai Marco“ oder „Pantani“ bepinselt. Wie üblich, wenn Edi einen Berg sieht, erhöht er sein Tempo und fährt auf der grossen Wähe (fast) allen davon…. doch auch er musste den hohen Temperaturen mit 35 Grad Tribut zollen und sein Tempo etwas drosseln. Oben erwartete uns der Gedenkstein für Marco Pantani selig.

    Nun wurde die Strategie für die Heimfahrt besprochen: Schumi wollte ein „lockeres“ Schnellzügli, doch Edi verneinte: „nei nei, ich nöd. Fahred ihr nume. Chume scho hei“. Sobald es dann aber ums Eingemachte ging… wer war an der Spitze? Schumi! Und? Natürlich auch Edi… dieses heimlifeisse Schlitzohr überrascht alle immer wieder! Unseren Begleitern war das Tempo dann bei 43 Std-km doch zu hoch und liessen abreissen. Zu ihrer Rechtfertigung ist aber auch zu erwähnen, dass zu hinterst, bei diesen doch teilweise sehr schlechten Strassen, das „Mitfahren im Schnellzug“ wirklich nicht einfach und erholsam ist. Aus Solidarität radelte ich mit unseren Gästen nach Hause und wir konnten verdientermassen in der Strandbar bei Claudio, unser Bier nach 95km und knappen 4 Stunden Fahrzeit gemeinsam geniessen und anstossen. War einmal mehr ein lässiger und abwechslungsreicher Tag

    Migi Schweizer

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