Trainingslager Gatteo a mare 16. -  23. Mai 2009

    Freitag, 22.Mai 2009
    Tagesbericht 7. Tag  (Retrospektiv)

    Intro> Es ist bereits September (2009), da sagte mir der Ruppi einmal so nebenbei, er habe festgestellt, dass der Bericht über den (verflixten?) 7. Tag    gar nie geschrieben worden sei. Dann hatte er noch laut darüber nachgedacht, wer diesen wohl hätte schreiben sollen, dies aber nicht getan habe (!) und ob wohl jemand (z.B. ich) überhaupt noch wisse, was an diesem Tag alles passiert sei? „Ja sicher“ gab ich stolz und naiv zur Antwort, „ich hätte das meiste im Velo-Tagebuch aufgeschrieben“. Auf genau diese Antwort hat der Ruppi natürlich gewartet; „also“ sagte er „dann wäre es ja wirklich das Beste, wenn Du diesen Bericht schreiben würdest,  bisch doch so guet, gäll?“
    In dieser Situation nun „nein“  zu sagen, wäre fast unhöflich gewesen, also gab es dann eigentlich nur eine Antwort:  „o.K. Ruppi, häsch mi überschnöret“,  aber zuerst möchte ich mit Yvonne in die Ferien, u nachher lueget mer dänn, o.K.

    Jetzt ist es schon fast Ende September, als höchste Zeit, nun wirklich zu „luegen“!

    Also: 1. es war gar kein so verflixter Tag und 2. konnte der Ruppi tasächlich nicht wissen, was alles passiert ist, weil er während des Tages gar nicht dabei war – und somit seine Schlitzohrigkeit quasi halbiert werden kann!

    Allegro, ma non troppo> starteten wir also am Morgen den 22. Mai mit dem Ziel, den Passo del Grillo von der Seite Verucchio-Villanovo aus zu „besteigen“…. so steht es zumindest in meinen Notizen. Der Ruppi und auch der Migi hatten für heute einen Ruhetag eingelegt, da von ihnen endlich die Viskosität des Meerwassers und die Intensität der Sonnenstrahlen getestet werden wollte. Bereits nach ca. 5 Kilometern hatte die Defekthexe wieder einmal zugeschlagen, doch für einmal erwischte es nicht den Richi,  nein, heute musste der Dökti seine Schnellig- und Fertigkeit im Schlauchwechseln unter Beweis stellen. Beim Reparieren stellte sich heraus, dass derart teure Velos nicht unbedingt mit den besten Reifen bestückt sind und der vorhandene Riss im Pneu  wohl nach kurzer Zeit einen zweiten Platten zur Folge gehabt hätte. „Kein Problem“ meldete ich mich bei Hans, ich habe im Hotel-Veloraum 2 fixfertig bestückte und aufgepumpte Ersatzräder.

    Vivace aber nicht molto> fuhren wir zurück zum Hotel  wo dem Dökti sein Velo mit einem neuen Rad aus meinem „Vorratslager“  bestückt wurde (toll, so han ich die Redli glych nüd vergäbe mitgnoo!)

    So gegen 11.00 Uhr  da capo> konnte die Ausfahrt nochmals gestartet werden. Leggiero bis Allegro moderato > mussten halt zuerst gewisse Strassen befahren werden, auf welchen wir nicht alleine waren, sondern „ab und zu“ von mehrtönnigen Trucks ein- und überholt wurden,. Dies wurde von Edi als nicht gerade als Giocoso>  empfunden. Seine für einmal etwas blank liegenden Nerven konnten bald in einem Beizli wieder beruhigt werden.  Nun folgte der Aufstieg;  wir überholten andere und wurden wiederum von noch andern (aber nur Velofahrern!) überholt; einige davon waren ebenfalls aus der Deutschschweiz und zudem noch frühere Rennkollegen unseres Presidente, welcher mit einem „hoi Bruno, gopferteli, was machsch au Duuu daaa?“ begrüsst wurde.
     Nun folgte eine wunderschöne Abfahrt nach Ponte d. Uso - soweit guter Strassenbelag -  rechte Hälfte neu, linke Hälfte alt, dafür in der Mitte eine „gewisse“ Vertiefung….. aus welcher ich in einer der vielen verführerischen Kurven mein Vorderrad mit sehr viel Glück wieder herausfahren konnte…. Uiii!!.  
     Unten angekommen bildeten wir durch das ganze „Uso-Tääli“ bis hin nach Vicino ein Schnellzügli  Allegro – Vivace>,  zwischendurch Allegretto>, aber immer Marcato (bestimmt)> … super! Gegen den Schluss wurde die Fahrweise Allegretto grazioso>, trotzdem erreichten wir unser Hotel nach 90 km mit einem Stundenmittel von immerhin 26,6 früh genug, um uns vorerst am Pasta- & Supenbuffet,  ergänzt mit einem herrlichen kühlen Bier zu verpflegen,
     > comodo!
    Bald darauf folgte als weitere Wohltat ein „Schwumm“ im nahe gelegenen Meer, wo am Strand der Ruppi im Liegestuhl mit einem Mineral-Fläschli und der Migi mit einem Buch in den Händen gesichtet wurde. Das Angebot der chinesischen Strand-Masseusen wurde höflich aber bestimmt abgelehnt, dafür die Zeit verwendet,  um einmal über die Wellenbrecher hinaus in’s offene Meer zu schwimmen und die Kraft der dortigen Strömung zu erleben. Auf dem Rückweg in’s Hotel kam der Ruppi auch gerade mit und bemerkte vor dem Verlassen seines Strandplatzes „ ouw, die huere Guttere söti dängg au no mitneh!“

    Vor dem Nachtessen wurden soweit als möglich Velos und Gepäck eingeladen.

    Nachher wollte der Dökti vorübergehend nichts von uns wissen…. „gönd jetzt e chly go schpaziere – chönd dänn schpööter wider choo“ wurden wir angewiesen.  „Ja-wänn-du-das-esoo-möchtisch“ gaben wir zur Antwort und machten unser „Verdauungsmärschli“. Nach einer halben Stunde kehrten wir wieder zurück,  wurden vom Dökti freundlich empfangen und mit einem „chömet, es git no öppis“  in die Polstersessel neben der Hotel-Bar eingeladen. Ja lueg au daa!! Ein Riesen-Schoggi-Osterhase (mit einem Glöögl und rotem Band – selbst mitgebracht!) stand auf dem Tisch und rings herum Gläser mit rotem Chlöpfmoscht! „Das wäri e chlyni Voorfyr vo mym Runde am nöchschte Meentig“ liess Dökti uns wissen. Der Ruppi erhielt den Auftrag, den Lindt- & Sprüngli-Haas zu metzgen; er meisterte diese relativ schwierige Aufgabe mit nur einem gewöhnlichen Küchenmesser (!) plusminus gut.

    Finale>so liessen wir den letzten Velo-Tag mit Schoggi, Rosé-Schämpis und gemütlichem Beisammensein ausklingen – „hervürblendend“, einfach toll!

    Nun zurück in die Gegenwart: Das Hasen-Glöggli hat seither seinen festen Platz auf Dökt’s Velo erhalten (stimmt wirklich!). Was Hans indes nicht weiss ist, dass der richtige VCA-Gloggi auf seinem Mountainbike auf genau gleiche Art seit langem solch’ ein Glöggli montiert ... und somit nun Konkurrenz erhalten hat (!)……… Sache git’s!

    Dani Brunner

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