VCA im Sportpanorama von SF DRS

    Sportpanorama Sonntag, 3. Oktober 2010

    Der VCA zu Besuch in den Fernsehstudios Leutschenbach 3.Oktober 2010. Das schöne Wetter lockte eher zu einer Velotour, als zu einem Besuch in einem Fernsehstudio. Trotz diesem Wetter fanden sich 13 Adliswiler und 1Gast eines Inserenten im Eingangsbereich der Fernsehstrasse 1-4 in Zürich-Seebach ein. Pünktlich erschien dann Frau Irene Mathis und begrüsste uns im Namen des SF DRS. Ganz professionell lichtete sie unsere kleine Gruppe vor dem Unternehmens-Signet am Haupteingang ab.
    Als Einführung gab es paar Jahreszahlen von denen ich hier nur die wichtigsten erwähnen will:
    1953 war das Gründungsjahr von SF DRS mit der ersten Sendung am 29.August, damals aber noch aus dem Studio Bellerive am Kreuzplatz und in schwarz-weiss.
    Ab Oktober 1959 konnten das erste Mal Sendungen mit der MAZ-Erfindung aufgezeichnet werden.
    Am 17. Dezember 1959 übertrug das SF das erste Mal live eine Bundesratswahl
    Ab 1. Oktober 1968 wurde das Fernsehen dann farbig.
    Im 1973 fand nach deiner Bauzeit von 4 Jahren die Einweihung der neuen Studios in Seebach statt
    8. Januar 1977 wurde die erste Sendung Sportpanorama ausgestrahlt unter der Leitung des damaligen Sportchefs Martin Furgler mit den Studiogästen Fritz Chervet, Leichtgewichts-Boxer und dem Skispringer Hans Schmid
    Ab 2001 gibt’s die Produktions-Firma TPC die ab sofort für alle internen und externen eigenen und ausgelagerten Fernseh-Produktionen zuständig ist. Sie beschäftigt heute 800 Mitarbeitende in allen möglichen Berufsgattungen. Der Autopark und die grossen Aussenreportagen und Live-Sendungen sind laufend am Wachsen, vom Motorrad bis zum 40-zig-Tönner sind da alle Fahrzeuge zu finden. Zum Angebot an Mobiliät gehört der eigene Helikopter-Landeplatz hinter dem Haus wo die VIP’s aller Gattungen eingeflogen werden.
    Im grossen Trakt der Studio’s und Nebenräumen arbeiten alle Journalisten, Reporter und Kameraleute mit ihren Hilfskräften und die ganze Verwaltung, so total um die 1‘500 Personen.
    Ab September 2002 läuft die Wettersendung ab dem Dach. Ich mag mich noch gut erinnern wie die Konkurrenz über die neuen ModeratorInnen „geschnödet“ hat. War das der Neid auf die absolut Weltneuheit einer Wettersendung im Wetter und auf 40 Metern Höhe draussen ? Dank dem dass die Moderatoren bei stürmischem Wetter angeseilt sind, ist noch keiner vom Dach „geflogen“ !
    Wer noch mehr in die Historie des Schweizer Fernsehen’s eintauchen will kann das im Internet unter www.sf.ch Rubrik „Chronik und Archiv“ stundelang geniessen. Dort ist jede Sendung mit ihren Moderatoren und Autoren archiviert.
    57 Jahre mit vielen Leckerbissen aus allen erdenklichen Sparten.
    Nun aber zu unserem weiteren Nachmittag. Frau Mathis führte uns mit viel Engagement und Fachwissen durch alle möglichen Studio’s, Garderoben, Schmink- und Regieräume. Sie beantwortete geduldig die Fragen die zu den diversen Räumen und den verschiedenen Produktionen auftauchten. Fantastisch was da alles an technischen und baulichen Einrichtungen installiert ist. Wenn wir überlegen wie wir zuhause einfach die Fernbedienung zur Hand nehmen und uns von Sender zu Sender „durchzappen“, was da an technischem und menschlichem Zusammenspiel alles für eine Sendung in Aktion gesetzt wird.
    Fantastisch auch wieviel Know-How und Fachwissen auf kleinstem Raume versammelt ist. Verbunden durch x-tausende km Kabel und tausende von Scheinwerfern werden für die verschiedensten Arten von Sendungen von einer Stelle aus gesteuert Der jeweiligen Senderegie.
    Jede Sendung hat ihr eigenes Drehbuch—auf dem Computer geschrieben—und jede Kamerafrau und K-Mann hat diesen Ablauf dem Klemmbrett auf seiner Kamera.Man stelle sich diese Arbeiten ohne „Computer“ vor. Unmöglich dass solche komplexe Abläufe so exakt zu steuern wären.
    Bei allen diesen Studio-Räumlichkeiten hinterlässt ein Fakt sicher bei allen Kollegen den grössten Eindruck:
    Durch die hervorragende Kamera-Technik kommt uns am Bildschirm alles viel grösser vor als die Räume tatsächlich sind !
    Wir sahen in diversen Studio’s Moderatoren und Regieleute an der Arbeit, die Schminkräume waren gut belegt—sogar unser Sportpanorama-Moderator Beni Turnheer stürmte kurz an uns vorbei.
    Im gegenüberliegenden Gebäude der „TPC“ sahen wir die Werkstätten und Ateliers in denen all die Ausstattungen und ModeratorInnen Kleider produziert, repariert und im Schuss gehalten werden.
    Im grössten „Saal“ der TPC dem Studio 1 wird bereits am Aufbau der nächsten Grossveranstaltungen dem „BENISSIMO“ gearbeitet. Auch hier ist unser Erstaunen gross, dass die ganze Show-Kulisse zusammen mit 300 Gästen in dem Raume Platz finden sollte.
    Nach ein paar kurzen spontanen Sprechproben an einem „Teleprompter“ war dann der Rundgang beendet und es gab vor dem Beginn des Sportpanoramas einen kurzen Imbiss und ein paar einführende und instruierende Worte des Publikumsverantwortlichen Urs Siegrist, z.B. nicht in die Kameras winken und nur klatschen wenn er ein Zeichen gibt. Er begrüsst dann noch weitere 100 Zuschauer von überall aus der Schweiz.
    Endlich ging‘s dann in’s Studio wo wir als Sondergäste in bequemen Schalensitzen Platz nehmen durften.Bald erschien dann auch der Moderator Beni ein erstes Mal zur Kamera-und Ton-Probe und wurde von uns mit Applaus begrüsst.
    Pünktlich um 18.15 begann dann die Sendung. Interessant war dass während den einzelnen Beiträgen die Studio-Regie-Frau, der Moderator und die Kameraleute in regem mündlichen Dialog standen bis dann wieder eine neue Anmoderation auf ---drei-zwo-eins-Aufnahme—anstand.
    Die gute Stunde mit vielen interessanten Beiträgen und dem Live-Interview mit dem Hockeyaner Fabian Schnyder vom EV Zug war im Nu vorbei. Nach dem Schluss-Applaus für den Moderator die Kameraleute und Regie-Frau sowie unseren Publikumsregisseur Urs durften wir dann noch den Hunger bei einem Buffet stillen. Dann gab’s noch die obligaten Fotos mit dem Moderator—der den VCA, wie konnte es anders sein, sofort mit Ferdi Kübler in Verbindung brachte. Ich denke es war für alle ein sehr informatives und interessantes Erlebnis, mal 1 zu 1 zu sehen wozu unsere Fernsehgebühren gebraucht werden. Schade fand ich eigentlich nur, dass das Interesse an dieser Veranstaltung von Seiten der Mitglieder etwas spärlich ausfiel. Wer dabei war hatte Freude an der guten Präsentation in den supermodernen Glas-und Aluminium-Palästen der Fernsehstrasse 1-4 in Zürich-Seebach.

    Zürich-Leimbach, Anfangs Oktober 2010

     Paul Ruppanner

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