Trainingslager Cesenatico

    Tagesbericht  2. Tag
     

    Riviera Adriatica – ITALIA  8. – 15. Mai 2010 

    Cesenatico – Barbotto, 91km

    Frohen Mutes planten wir zu Zehnt die 1. Ausfahrt. Mithilfe der Velokarte Nr. 13 und unseren geografischen Kenntnissen des letzten Jahres machten wir uns auf den Weg und ich hatte die Ehre, diese Tour leiten zu dürfen. Leider mussten Ursi und Hans Neukomm kurzfristig ihre Teilnahme absagen, da der verflixte Schlüssel von Ursi’s Flyer einfach nicht auffindbar war.  Den uns noch bekannten Weg Richtung Cesena und Borello fanden wir ganz gut und es wurde auch gemässigt geradelt, war es doch die 1. Ausfahrt im diesjährigen Trainingslager und für die Einen – aufgrund des (zu) langen und (zu) kalten Winters – beinahe die erste grössere Ausfahrt. Den Barbotto (515müM, der 5. Hügel des legendären Rennens „Nove Colli“) haben wir gesucht, gesucht, und gesucht. Ich als Tourleiter wäre schon vor Mercato links hinauf, wurde aber korrigiert. Die Richtung, muss ich im Nachhinein sagen, war ok, einfach von der falschen Seite. Ich wusste nur noch: letztes Jahr waren wir doch da irgendwann mal runter gekommen, daher kam es mir so bekannt vor. Egal: Orientierung ok, aber falsche Route. Dank gütiger Mithilfe von Werni Glogger und Peter Stauffer wurden wir doch noch fündig: trotz einer Zusatzschlaufe sind wir auf dem Barbotto eingetroffen. Die nicht geplanten Km hatten es in sich: wie üblich sehr coupiert und vorallem auch steil. Manch einer, der fitnessmässig nicht den gleichen Stand hatte wie letztes Jahr zur gleichen Zeit – mich natürlich auch mit eingeschlossen – hatte doch ab und zu seine Mühe. Richi – trotz seinem gestern gekauften neuen 40 Euro Helm, er hatte ihn zuhause vergessen – litt, litt und litt: „es isch nöd schön, absolut nöd, so en huere Chrampf!!“ Kollegial wie ich bin und verantwortlich als Tourleiter, begleitete ich ihn und wir litten dann gemeinsam den Saustutz hinauf. An einen Verpflegungshalt mag ich mich nicht mehr erinnern, muss also ebenfalls ziemlich müde gewesen sein… ;-) Unser „Edi-VCA-National“ klönte wie üblich: er sei kaputt und könne nicht mehr, habe keine Zeit um die Landschaft zu geniessen, könne nur noch auf das vordere Hinterrad schauen, er sei sooo platt! Jaja Edi…. also wenn ich in deinem Alter noch so fit bin, dann muss die Zeit soweit sein, dass sich defekte Schläuche von selbst wechseln und aufpumpen! (was wohl Beides nie der Fall sein wird…..).

    Wir machten uns auf den Heimweg, wie immer coupiert. Nach einem Aussichtshalt mit Blick auf das wunderschöne San Marino und den Passo Grillo (612müM) hatte sich die Gruppe verzettelt. Die Einen fuhren davon, die Anderen genossen die Aussicht. Aus dem von Bruno „Schumi“ Schuhmacher vorgeschlagenenen Schnellzügli wurde vorerst also nichts. Die 1. Gruppe fuhr bei Savignano nicht die geplante Route und suchte den direkten Weg. Die 3 übrige Gebliebenen „Schumi“, Dani Brunner und ich pedalten die vorgesehene Route, blieben aber in einer Baustelle hängen. Nach einer kurzen Diskussion mit einem italienischen Strassenarbeiter klappte es doch noch und wir fanden den richtigen Weg. Und wie abgemacht, haben wir unsere Kollegen trotzdem gefunden. Und das ohne Natel! Welch Zufall, wie klein ist doch die Region Romagna ;-) Die Rückfahrt konnten wir also doch noch gemeinsam geniessen, und unter der Führung von „Schumi“ und einem kurzen „VCA-Schnellzügli“ trafen wir allesamt heil im Hotel ein. Bei einem gemütlichen Bier haben wir auf die schöne Tour angestossen und den Tag Revue passieren lassen..  

    Fahrzeit: 5 Std. 08 Min.

    Temperatur: 22

    Wetter: bewölkt und sonnig 

    Quintessenz: wie beim Jassen. Angesagt: 91km, gemacht 119km, Differenz 18km 

    Migi Schweizer, 03.06.10

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