Sommertouren

    Tagestour Thayngen 

    Bericht „Ausfahrt Tökti“ Thayngen vom 9. Juni 2012

    Oder die etwas andere Berichts-Variante eines Neulings

     Naja, wer bin ich? Ich bin ein etwas in die Jahre gekommener Ex-Hobby-Radrennfahrer, der es sich langsam aber sicher (und immer vermehrter), gerne etwas gemütlicher auf seiner Rennmaschine machen möchte. Da habe ich vor ca. einem Jahr gehört, dass es angeblich im Sihltal einen VC gäbe, der erstens bestimmt und straff, aber auf hohem Niveau geführt wird und zweitens, dass im Mitgliederfeld der Anteil an, alterstechnisch gesehen, ähnlich gelagerten Protagonisten ansprechend hoch sein soll. Offen gesagt, war ich nicht mehr in der Stimmung in meinem hohen Alter noch einmal einem neuen VC beizutreten. Aber Urs Gretsch, alias Bulle von Zollikon, hat mich damals überschnorrt an einem Dienstag wieder einmal auf die offene Rennbahn in Oerlikon zu kommen. Und dort begegneten wir rein zufällig Bruno Schuhmacher, dem Präsidenten dieses besagten VC im Sihltal, dem VC Adliswil eben. Bruno hat uns bei dieser Gelegenheit das im Herbst in Aussicht stehende „Lombardei-Weekend“ schmackhaft gemacht! „Verkaufen“ kann dieser Präsi einmal schon gut, hab ich mir gedacht. Als er mich dann auch noch einlud, als Gast an den Comersee zu kommen, konnte ich einfach nicht nein sagen. Ich habe es bis heute nicht bereut! 

    Das Lombardei-Weekend war ein Traum! Dass die Gegend um Menaggio sensationell ist, wusste ich bereits aus eigener Erfahrung. Dass aber die Truppe um Schumi ebenso lässig war, hat mich dermassen beeindruckt, dass ich mich umgehend um die Mitgliedschaft im VCA beworb. 

    Nun – per 9. Juni bekam ich vom Präsi folgende Nachricht: 

    Hoi zäme, da isch dä VC Adliswil, Sunntig, 3. Juni Die COMBOX geniesst immer noch den "Kaiserschmarrn" in Wien!

    Tökti bittet mich um folgende Durchsage: 

    Er freut sich auf zahlreiche Teilnahme an seiner So-Tour Samstag, 9. Juni 2012 09:00 Uhr Kronenplatz 09:30 Uhr Schmiede Wiedikon 140 Km "wellig....."  Verpflegung wie immer *****

    17:00 Uhr Rückkehr in Zürich geplant

    Für Abholdienste: Im Oberdorf 4, 8240 Thayngen Bei schlechter Witterung (Regen) = Verschiebungsdatum: Sonntag, 10. Juni

    Kontakt-Telefon im Zweifel:   044 713 01 01  Gruss an alle Schumi 

    Bei einer solchen Message (kkk = kurz, klipp und klar) sticht mich einfach der Hafer! Da will ich dabei sein. Das Wetter scheint auch mitzumachen. Da ich nicht im tollen Sihltal wohne, erkundige ich mich kurz über die vorgesehene Route. Moll moll – die Marschtabelle sagt voraus, dass sich das VCA-Feld gegen 10:15h durch Lufingen (grad mal 5km von meinem Wohnort) schlängeln solle. Also machte ich mich am Samstag mit frisch erworbener VCA Montur auf nach Lufingen und war pünktlich ein Viertel nach zehn vor Ort. Tatsächlich, mehr oder weniger geschlossen, und wegen eines Platten leicht verspätet, donnert die Truppe mit straffem Tempo von Augwil Richtung Lufingen und kann da vom Präsi (der Aermste hatte sich erkältet und war verdammt die Ausfahrt im Auto zu bewältigen (?)) grad noch knapp gestoppt werden. Buahh, ich wurde von sieben Paar Radrennfahrer-Wädli begrüsst. Fast alle waren im VCA-Tenü angetreten. Das nennt man: Den Sponsoren unseren Dank erweisen.  

    Nach einer kurzen Begrüssung und einer Absprache mit dem für diesen Tag designierten Renn-Chef Hans Iseli, setzte ich mich sofort und ganz wichtig an die Spitze des Feldes. Begrüdnung: Ich kannte den nigelnagelneuen Radweg von Embrach nach Pfungen. Auf diesem neuen Radweg hatte ich die Gelegenheit den einen und anderen Fahrer, den ich noch nicht kannte, etwas näher kennen zu lernen. Meistens fuhr ich aber neben Dani, den ich schon von der Lombardei her kannte. Wir plauderten über „frühere“ Zeiten, als wir noch etwas mehr Strom in den Waden hatten. Naja, wir fahren ja auch heute noch ganz passabel, finde ich. Aber als Dani mir dann so en passant sagte, im VCA müsse man nicht nur gut Velofahren können, sondern auch sau….. können, also trinkfest sein müsse, ich würde das bei Hans in Thayngen schon noch sehen, erlahmten mir irgendwie meine Beine…. Ich entschloss mich sicherheitshalber fortan eher am Schluss mitzufahren und mich zu schonen. Nun war es an anderen, den Weg und das Tempo zu weisen. Aber es war Hans was Roger! Beide schlugen, vor allem bergwärts, konstant ein segges Tempo an. Via Neftenbach – Henggart – Andelfingen durchfuhren wir das schöne Zürcher Weinland und standen plötzlich am Rhein, wo uns eine Fährmann mit seinem Boot auf Deutschen Boden übersetzte. Von da waren es noch wenige km bis zur Residenz von Hans Iseli. Evelin schaute wie die Herrin einer Burg aus dem Fenster und begrüsste uns mal so provisorisch, im Haus dann ganz herzlich.  

    Buah, die Iseli’s haben sich ganz grosse Mühe gemacht. Einen frischgebackenen Riesenzopf mit marzipanem VCA Logo, „eingerahmt“ von mehreren Fleisch- und Käseteller und viiiiel Flüssigem. Jetzt klarte mir auf, was Dani gemeint hatte! Wir haben gegessen und genossen! Leider stand uns aber noch eine happige Rückfahrt bevor, sodass wir gezwungen waren, den feudalen „Verpflegungsort“ schon nach weniger als neunzig Minuten wieder verlassen zu müssen. 

    Hans führte uns über Schaffhausen – Jestetten – Lotstetten – Eglisau – Bülach zurück nach Kloten, wo wir nochmals in einem Café Einkehr suchten und uns die hinter uns gebrachte Tökti-Tour nochmals geistig vor Augen führten.  

    Schön wars! Vielen herzlichen Dank liebe Eveline und lieber Hans. Es war ein Mega-Event, wir kommen gerne wieder J! 

    Peter Brunold

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