Sommertouren 2013

      Tagestour Thayngen 2013

      Mein Tag beginnt um 04:30 als das Telefon schellt. Ich nehme ab, weil ich denke es wolle sich noch jemand vom VCA für die Tour anmelden. Aber es ist ein älterer Patient, der wegen seines Freundes anruft. (zwei Altersschwule, nicht Mitglieder des VCA) dieser habe Bauchkrämpfe. Im Dunkeln mache ich mich bereit, muss dabei aufpassen, dass ich die Strassenkleider über das Pyjama streife und nicht das bereitgelegte VCA-Tenue. Einmal zu dieser Stunde habe ich bei einer Dame einen Hausbesuch gemacht, die dann meinte, ich hätte überhaupt nicht so viel anziehen müssen. Nachdem die Spritze gesetzt war fahre ich zurück, um im Vorbeigehen bei der Bäckerei Widmer den noch ofenwarmen, VCA verzierten Zopf abzuholen. An ein weiterschlafen ist aber jetzt nicht mehr zu denken;
      in Gedanken fahre ich unsere heutige Tour bereits wieder ab, die schnell erzählt ist: Mit Start beim Kaffee Fleischli in Kloten geht es einfach 55 km nordwärts bis nach Thayngen, um nach Verpflegung dort wieder 55 km nach Süden zurückzufahren aber nie auf den gleichen Strassenstücken, wie der aufmerksame Mitfahrer bemerkt haben wird. Da wir dabei Töss, Thur und Rhein überqueren, muss man nur wissen, wo die Brücken sind. Bei der Rheinüberquerung Büsingen-Paradies brauchen wir den Färimaa. Dieser meint, letztes Jahr habe er auch schon einen mit dem VCA-Trikot übergesetzt. Meine Antwort: Das war ich. Darauf die Kollegen: Er sah damals nur ein paar Jahre jünger aus.
      Den tiefsten Punkt erreichen wir bei der interessanten Stahlbrücke von Gütighausen 370 m ü M, den Kulminationspunkt von 550 m ü M auf der Gailingerhöhe, die nicht mehr alle so geil fanden. Gekonnt habe ich auch 2x Pavé und 2x Naturstrassen eingebaut. Dann wären noch ein paar Höhepunkte zu erwähnen:
      Die Vernissage einer Kunstausstellung im Sternen inThayngen, zu der wir uns spontan einluden und wo meine Freundin Margrit trotz meiner bedenken Thayngen Weissen einschenkt; dann das kalte Plättli in meiner Junkertrinkstube, hübsch angerichtet von Evelyn. Vom Serranoschinken wollen alle kosten aber den gut gelagerten, etwas anrüchigen Münsterkäse trauten sich nicht alle zu.
      Dann der einzige Tiefpunkt, als der Würger von Sellenbüren beim Mur von Mettschlatt mit der grossen Mühle zum ultimativen Antritt ansetzt und dabei den Wechsel abreist. Mit vereinten Kräften schieben wir ihn dann zum Bahnhof von Andelfingen und plazierten ihn in der S-Bahn vis-a-vis einer Adoleszenten mit knappsten Shorts. Drei Tipps geben wir dem Edi noch auf den Weg mit: In unserem Alter soll man bergauf nicht mehr die grössten Gänge drücken und zum Sackbefehl gehören Lesebrille und 1/2 Tax Abo.
      Der definitiv letzte Mur von Lufingen nach Oberrüti hinüber bei 31°wird mir Hannes B schon verziehen haben. Wegen fortgeschrittener Zeit müssen wir den Kaffee- Kuchen-Halt bei Fleischli auf nächstes Jahr vertagen.
      Tökti

  • weisch no .......... Rückblick

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Ausfahrt: Thayngen