Trainingslager Gatteo a Mare

    Tagesbericht  2. Tag
     

    Tagesbericht 2. Tag, Sonntag 26. Mai 

    Im Gegensatz zum gestrigen Anreisetag, welcher uns bei einer Temparatur von lediglich 13 Grad auch noch Regen bescherte, blieben an diesem Sonntag wenigstens die Strassen trocken. Alle waren voll Tatendrang, da auf den sonst VCA-üblichen Samstags-Prolog verzichtet werden musste.

    Immerhin konnte deshalb am Samstag die Schlussetappe des Giro 2013 und die Krönung des neuen italienischen Rad-Königs in rosa, Vincenzo Nibali am TV mitverfolgt werden.

    Doch nun zurück zum Sonntagvormittag, an welchem aufgrund der immer noch tiefen Temperatur die meisten „gut eingepackt“ in u.a. Bein- und Armstulpen, Langarmtricots und 3/4-Hosen erschienen -  ein etwas ungewohntes Bild für diese Jahreszeit an der Adria.  

    Es bildeten sich 2 Gruppen: Hans Neukomm war Tourenleiter der Frauengruppe, nämlich seine und Bruno’s Ursi und dem Urs „seine“ Liz, Bruno Schuhmacher führte die Gruppe mit Migi, Richi, Urs, Gloggi, Alex und Dani. 

    Nun konnte also zur ersten Etappe unseres Trainingslagers gestartet werden. Schon bald trennten sich die Wege der beiden Gruppen, Bruno führte uns auf mehr oder weniger bekannten Strassen über Savignano (sul Rubicone), Borghi, Sogliano (nicht sul“, sondern „all“ Rubicone“), Ponte d. Uso, wo der Aufstieg auf den Passo del Grillo begann. Bald übernahmen die Berg-Geissen und -Böcke die Spitze; die einen verfügten über viel Kraft dafür aber über mehr Gewicht, die andern hatten von beidem etwas weniger….. wie dem auch sei: es wurde im „bestmöglichen“ Tempo Richtung Bergpreis gefahren. Die Punkte konnte sich -  wie eigentlich zu erwarten war, Bruno gutschreiben lassen. Die weiteren Podestplätze wurden von Dani und Urs belegt, welcher geltend machte, immerhin 100 kg den Berg hinauf gewuchtet zu haben, moll-moll. Mit Blick auf Migi liess sich Dani zur Bemerkung hinreissen, dann sei dieser im Vergleich zu Urs nicht ganz hundert……. natürlich Kilo! 

    Um bei Migi zu bleiben: An seinem schönes BMC-Velo liess er noch vor dem Trainingslager den grossen Service machen. Dabei hatte er etwas Pech: Der Velomechaniker war ziemlich ausgebucht was zur Folge hatte, dass Migi fast zehn Tage auf seine Maschine warten musste und dadurch natürlich in Trainingsrückstand geriet. Und ausgerechnet heute hatte er wieder Pech, an der fast gleichen Stelle wie vor zwei Jahren, dieses Mal war es jedoch keinen „Platten“, sondern ein Speichenbruch. Doch dank Gloggi‘s Zange, welche er aus seiner grossen Sattel- bzw. Werkzeugtasche hervorzauberte konnte zusammen mit Bruno das Velo wieder fahrbar gemacht werden. Migi verabschiedete sich von uns und fuhr vorsichtig und auf dem kürzesten Weg Richtung Hotel bzw. zum dortigen Velogeschäft. 

    Bei uns war ein Coci-Sandwich-Dolce-Bisi-Halt angesagt, im uns gut bekannten Beizli in Pietracuta. Auch dieses Jahr war dort ein Wochenendfest im Gange; der Musiker war vor fast leeren Rängen beim Nachmittagskonzert. Er spielte gut, jedoch ca. 4 x zu laut, dies der Grund, weshalb das Publikum „auf Distanz“ gegangen war. Wie bereits früher, war auch heute drinnen ein ganzer Männer-Verein versammelt; vier spielten Poker, die restlichen analysierten und kommentierten lautstark den Spielverlauf. Wenn Migi dabei gewesen wäre, hätte er sicherlich die gleiche Frage wie vor zwei Jahren gestellt: „Was tüend au die gopferteli di ganzi Zyt schnörre?!“ 

    Bei der Rückfahrt über Villanova, Santacarangelo befanden wir uns nach Bellaria plötzlich für ein kurzes Stück auf einer Autostrada und wurden von einigen vorbeisausenden Autofahrern entsprechend „angehuupfeuert“ - aber „nume nüt aamerka laa – nöchschti Uusfahrt und Tschüss“! Bei der Ankunft in Gatteo a mare zeigte mein „Velokompiüterli“ eine Totaldistanz von 85 km und ein Stundenmittel von 27,2 an.  

    Schon bald genossen wir im Hotel ein Bierli und bedienten uns am Pasta-Büffet.

    Auch die Lady-Gruppe war eingetroffen, sie waren sehr zufrieden und rühmten ihren Tourenleiter Hans.  

    Traditionsgemäss wurde nach dem Nachtessen der Abend in einem nahe gelegenen Beizli gemütlich bei einem Kafi mit Zusatz abgeschlossen.  

    Einmal mehr geht mein grosses Dankeschön an Bruno, den Organisator des Trainingslagers und an alle, welche zur guten Laune und zum guten Gelingen dieser Woche beigetragen haben.  

    Dani Brunner

     

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