Trainingslager Gatteo a Mare

    Tagesbericht  3. Tag 

    Tagesbericht Montag, 27.05.13 „Barbotto“ 

    An der heutigen Tour nahmen 7 Fahrer teil, die 2. Gruppe machte eine etwas leichtere Aus-fahrt. Wie vor 2 Jahren fanden wir den richtigen Einstieg resp. Strasse nach Cesena und weiter in Richtung San Lucia, wo es erstmals sanft, aber stetig anstieg. Via Oriola gelangten wir hinauf zum Pantani-Denkmal auf dem Montevecchio: diese Strecke war offenbar Marco Pantanis Lieblings-Trainingsstrecke von Cesenatico aus. Wie viele Male er diesen garstigen Hügel erklommen hat, bleibt sein Geheimnis. Runter gings talabwärts nach Borello, wo ein gemeinsamer Mittagshalt mit der 2. Gruppe geplant war. Aber: irgendwie war das Ganze falsch koordiniert oder es wurden 2 Ortschaften verwechselt. Tatsache war, dass die Gruppe 2 in Borghi und nicht in Borello war, was luftlinienmässig zwar nur ca. 15km entfernt ist, aber ein happiger Hügel dazwischen lag. So wurde nichts aus dem Treffen.

    Nach kurzer Verpflegung gings weiter nach Mercato, wo wir wie vor 2 Jahren erneut falsch fuhren, da die italienischen Strassenbeschilderungen nicht gerade exzellent und hilfreich sind.

    Den knapp 6km langen Aufstieg zum Barbotto (515müM) fanden wir dann doch noch. Die 14-18% steilen Steigungen liessen uns kräftig schwitzen, obwohl wir ihn bei angenehmen 22 Grad in Angriff genommen haben. Der h…. (umgangssprachlich für: Prostituierte) Barbotto liess uns dank seinen giftigen Rampen auch dieses Jahr wieder fluchen und leiden, obwohl die Temperatur ca. 10 Grad milder war als letztes Mal. Oben in der Beiz tranken wir gierig unsere Colas.

    Die wunderschöne Rückfahrt auf dem Hügelkamm war dann um Einiges angenehmer, obwohl immer wieder kleinere Gegenrampen (u.a. Passo dello Croci, 607müM) auftauchten. Rechter-hand war das auf einem 600m hohen Hügel erbaute San Marino zu sehen, frontal im Hinter-grund das Meer und die Adria-Küste mit dem markanten Hochhaus in Cesenatico, das uns immer wieder als Orientierungshilfe diente. Bei Strigara hatte der technische Fortschritt Ein-zug gehalten: anstatt Reb- und Obstbäumen wie vor 2 Jahren tankte nun eine riesige Anlage von Kollektoren die Sonnenstrahlen zwecks Stromgewinnung. Dies hindert durch uns aufge-schrecktes Rotwild jedoch offenbar nicht, durch die Wälder und Wiesen zu ziehen.

    Die immer wieder leicht abfallende Strasse mit den Gegensteigungen verlockte einige von uns immer wieder zu Attacken, die seinerseits zu Gegenangriffen führten. Die Gruppe raste wie junge Hunde, die erstmals von der Leine gelassen wurden, auf dem hügeligen Terrain heim-wärts. Offenbar machte das in den letzten Monaten bei uns doch sehr velounfreundliche Wet-ter in wärmeren Gefilden übermütig und man stachelte sich gegenseitig an, wer zuerst auf der nächsten Kuppe ist. Freudig zu sehen, wie sich so eine sportliche Gruppendynamik ent-wickeln kann. Im Tal angekommen führte uns unter der Leitung von Bruno ein „Schnellzügli“ mit bis zu 40kmh zurück nach Gatteo Mare. 

    Distanz: 100km

    Fahrzeit: 4 Std. 32

    Teilnehmer: Bruno, Dani, Alex, Urs, Werni, Richi, Migi 

    21.07.13/Migi Schweizer

     

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