Berichte von unseren Mitgliedern

     

    Schumi an der Tour de France 2013 

     

    Die Pyrenäen 

    Es gibt auf dieser Welt mindestens vier verschiedene Radler:

    1) sie kennen dieses wunderschöne Massiv zwischen Frankreich und Spanien nicht
        und sind trotzdem glücklich.

    2) sie kennen den Col du Tourmalet vom Hörensagen.

    3) sie kennen den Leidensweg Col de Peyresourde--àCol d’Aspin--àCol du
       Tourmalet--
    àCol d’Aubisque!

    4) sie kennen praktisch alle Pässe der Pyrenäen 

    Fast hätte ich mich bei der 4) eingereiht – wenn da nicht der Wetterteufel seinen Schwanz dazwischen gestreckt hätte. Im Juli zeigen sich am Abend fast immer (auch bei schönstem Wetter) zum Teil hartnäckige Gewitter. Von einem solchen wurde ich bei meinem Aufstieg nach Luc Ardiden überrascht. Was dann kam, war eine Überlebensübung (s. die triste Foto) bei der ich mich weit ab von der Zivilisation knapp vor dem Hagel-Unwetter retten konnte! Die Verwüstungen waren so gravierend, dass der nahe Col du Tourmalet für Tage gesperrt werden musste. So gehöre ich zu keiner der obigen Kategorien, weil mir genau dieses Monument in meiner Schatzkiste fehlt. Grund genug, um nächstes Jahr wieder hinzufahren!! Nur schon um das Denkmal von Monsieur Christoph zu bewundern. Er musste damals mit seiner gebrochenen Gabel 14 Kilometer vom Tourmalet bis hinunter nach Ste. Marie-de-Campan zu Fuss gehen, zur Dorfschmiede, wo er seine Maschine ohne fremde Hilfe zurechtschweissen musste. Er hat das Rennen mit Stunden Verspätung fortgesetzt. Es handelt sich um denselben Christoph, der später die berühmten Pedalen-Haken und -Riemen fertigte, die dann den heutigen Clique-Pedalen weichen mussten. 

    Ich war auf meiner Reise gut aufgehoben. Sehr viele Radler durchqueren während der Tour de France diese sonst schon Speichen-geschwängerte Gegend. Da trifft man immer einen Leidensgenossen. Der Veloclub Lourde ist nur ein Beispiel. Die Anbieter von Touristen-Dienstleistungen sind äusserst zuvorkommend und hilfsbereit. Man fühlt sich gut betreut. 

    Ähnlich wie in den Alpen, sind auch hier die Strassen in allen bunten Farben vollgekleckst mit den Namen berühmter Rennfahrer. Schwach, diskret, fast nicht mehr erkennbar, liesst man an einer Stelle sogar ZULLE. Das Panorama auf dem Col d’Aubisque hat mich besonders erfreut. Dieser Übergang hat den Petit St. Bernard als meinen bisher Schönsten abgelöst. Man muss es einfach erlebt haben!!

    Wenn ich dereinst vor Petrus stehe und er mich frägt: „Was hast Du im Leben gemacht?“, dann antworte ich: „Ich habe die Pässe der Pyrenäen bezwungen!“ Dann werde ich nicht zu den Schlechtesten zählen…..! 

      

    Die da wären:

    (alle von beiden Seiten, mit Ausnahme von Ax-3-Domaines und Luc Ardiden. Das sind Ski Stationen) 

    -          Col de Pailhères

    -          Ax-3-Domaines

    -          Col de Portet d’Aspet

    -          Col du Monté

    -          Col de Peyresourde

    -          Col d’Azet

    -          Col d’Hourquette

    -          Col d’Aspin

    -          Luc Ardiden

    -          Col du Soulor

    -          Col d’Aubisque 

     

    Euer Schumi

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