Berichte von unseren Mitgliedern

    Vélodrom Grenchen 

    Überwinterung mit Spass

    Seit  mehreren Jahren lehne ich den Speck auf dem Teller ab. Schon einige Dekade früher begann ich, den Speck am Bauch zu bekämpfen. Das ist nicht immer so einfach. Besonders im Winterhalbjahr. Da werden die Tage kürzer, die Temperaturen fallen, und nicht selten trübt einem der Nebel die Sinne. Zum Glück hatte da ein innovativer Amerikaner das „Muntenpuck“ erfunden. Damit lässt sich die kalte Saison schon recht gut überbrücken.

    Seit der Eröffnung des Vélodrome Suisse in Grenchen habe ich auch die Möglichkeit, mich in-door etwas zu bewegen. Die Anlage ist wohl auf der ganzen Welt einmalig, denn sie verbindet Sport, Restauration und Hotellerie wie kein anderes Stadion. Dort treffen sich fast täglich Radsportler aus der ganzen Welt. Der entscheidende Vorteil gegenüber Oerlikon ist natürlich die Wetterunabhängigkeit. Ich fahre zwar einige Kilometer im Auto, aber dafür findet mein Training auch sicher statt. Die Temperatur in der Halle ist immer gleich und verlässlich.

    Mitunter finden auch Rennen statt, bei denen auch die alten Säcke teilnehmen können. Leider beginnt meine Kategorie wieder einmal beim Alter 45, so dass ich stets gegen Konkurrenten anzutreten habe, die 20 Jahre jünger sind als ich. Was hilft es mir, wenn meine Bahnkollegen meinen: „Du solltest dich ja mittlerweilen daran gewöhnt haben…..!“

    Nun, am Donnerstag, 24. Oktober hatte ich wieder einmal ein Aufgebot. An diesem internationalen Meeting sah ich mich mitten in einer durchlauchten Schar von Ex-Profis. Ich trotzte der Situation und gab mein Bestes. Dies war zwar nur bedingt möglich, weil ich bereits durch das Material benachteiligt war. Noch unentschlossen beim Kauf einer neuen Maschine (die alte fährt nicht einmal mehr Alain Kitoko----!) musste ich mich mit einem Mietschlitten des Veranstalters begnügen: Aluminium rundum und konventionelle Räder. Was heute bereits von Junioren (Nationalkader) gefahren wird, sind einteilige (Monocoque) Karbonrahmen – hinten wie vorne Scheibenräder! Gerade bei einem Einzelzeitfahren sind dies entscheidende Unterschiede. Ich durfte mit meiner Leistung zufrieden sein. Ich erreichte ein Stundenmittel von 52.851, und der Ex-Profi Daniel Wyder (Jahrgang 1962) nahm mir gerade mal 0,537 Sek. ab.

    Die Stimmung in der Halle ist natürlich einmalig, nicht nur bei den Rennen. Die Zuschauerzahl ist beachtlich. Wer weiss, vielleicht begleitet mich einmal ein Kollege vom VCA. Ein Schnupperkurs auf der Bahn wäre doch ein einmaliges Erlebnis! Wer so oder so einmal mit mir nach Grenchen fahren will ist herzlich willkommen. Vor einer Tatsache muss ich allerdings warnen:    „Es besteht akute Suchtgefahr!“

     Euer        Schumi-on-2 Wheels

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